Die Entwicklung des Kindes als Leitfaden des Lehrplans

Grundlage des Zusammenwirkens zwischen Lehrern, Erziehern und Eltern ist ein gemeinsames Verständnis der Entwicklungswege des Menschen, wie sie in dem anthroposophisch-pädagogischen Grundwerk Rudolf Steiners, der Allgemeinen Menschenkunde, beschrieben werden.

Eltern, Lehrer und Erzieher üben sich in Offenheit im Austausch, Respekt vor der Haltung des Anderen und Verbindlichkeit in den Vereinbarungen. Die ganzheitliche, gesunde Entwicklung der Kinder ist das Ziel aller Bemühungen.

Aus diesem Ziel leitet sich auch ihr Anspruch ab, die Kinder und Jugendlichen zur Freiheit zu erziehen: Durch eine ganzheitliche Ausbildung, die ihre körperliche, seelische und geistige Gesundheit beachtet, können sie sich die Voraussetzungen dafür erwerben, frei den eigenen Lebensweg zu gehen. Erzieher und Lehrer, die sich einem solchen Anspruch verpflichten, begeben sich selbst auf einen Weg zur Freiheit. Indem sie ihre Bildungsinhalte individuell auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ausrichten, lösen sie sich von Vorgaben, die nicht primär dieser Entwicklung dienen (z.B. politische, wirtschaftliche), und werden schöpferisch tätig. Diesem schöpferischen Prozess, welcher der Entwicklung der Kinder dienen soll, entspricht die Führung von Schule, Kinderhaus und Nachmittagsbetreuung in freier, kooperativer Selbstverwaltung.

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